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Das Kompetenznetz HIV/AIDS und seine Ziele

Das primäre Ziel des KompNet HIV/AIDS besteht darin, möglichst alle in Deutschland im Bereich HIV und AIDS vorhandenen Kompetenzen in einem gemeinsamen Forschungs- und Kommunikationsverbund zu bündeln. Mit dem Aufbau des Netzes wurde eine handlungsfähige, in dieser Form neue überregionale Struktur geschaffen, die medizinische und wissenschaftliche Fragestellungen und Entwicklungen wesentlich rascher und effizienter aufnehmen und umsetzen kann, als dies aus der Summe einzelner Studien und Expertengruppen möglich wäre.
Darüber hinaus bietet ein KompNet HIV/AIDS als nationaler Forschungsverbund die Möglichkeit zu wesentlich effizienterer Kooperation mit europäischen (NEAT, COHERE, MITOC) und anderen internationalen (BBMRI) Forschungsverbünden.

Organisatorische Struktur des Kompetenznetzes

Die Geschäftsführung des Netzes liegt beim Sprecher, dem die Hauptgeschäftsstelle in Bochum unmittelbar zuarbeitet. Kern des Netzwerkes ist der Betrieb einer repräsentativen und möglichst umfassenden, national übergreifenden Patientenkohorte. Die Aktivitäten des Kompetenznetzes werden über ein Steering-Committee koordiniert und gesteuert, in dem auch Repräsentanten der klinischen und wissenschaftlichen Kompetenzzentren des Netzes vertreten sind.  

Hier finden Sie die Satzung des Kompetenznetzes HIV/AIDS (Stand: Nov. 2011)

Ein optimierter Wissenstransfer

Als Instrument der Kommunikation und des Datenaustausches wurde eine Telematik-Plattform aufgebaut. Innerhalb des Netzes sind verschiedene methodologische und qualitätssichernde Serviceeinrichtungen etabliert, deren Arbeit durch die Hauptgeschäftsstelle koordiniert wird.
Es ist auf diese Weise eine Struktur entstanden, die sowohl

  1. den horizontalen Informations- und Wissensaustausch zwischen den Zentren besonderer und teilweise schwerpunktartig spezialisierter Kompetenzen organisiert und fördert, wie auch
  2. den vertikalen Wissenstransfer zwischen den Ebenen der klinischen und der Grundlagenforschung, der unmittelbaren Patientenversorgung, der Patientenselbsthilfeorganisationen und darüber hinaus auch einer weiteren gesellschaftlichen Öffentlichkeit fördert.

Unser Forschungsvorhaben

An die Kohorte sind mehrere konkrete wissenschaftliche Projekte geknüpft, so dass u. a. folgende Forschungsziele bearbeitet werden:
  • Erforschung des Ablaufs der HIV-Infektion und der Behandelbarkeit bei besonderen Betroffenengruppen, die in klinischen Studien ohne Zugriff auf eine große überregionale Kohorte meist unterrepräsentiert sind, insbesondere bei Frauen
  • Erforschung biologischer Vorhersageparameter für Therapieversagen: Auftreten neuer HIV-Stämme, Persistenz des Virus in verschiedenen Körperkompartimenten und
  • Erforschung HIV-assoziierter spezifischer Organkomplikationen, insbesondere im Bereich des ZNS, des Gastrointestinaltraktes und der Haut
  • Erforschung der Pathogenese HIV-Therapie-assoziierter metabolischer Störungen wie der Lipodystrophie
  • Erforschung neuer immunologischer und genetischer Marker, die die Erkrankungsprogression, die Behandelbarkeit und das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen mitbestimmen
  • Erforschung neuer Therapiestrategien zur Wiederherstellung immunologischer und neurologischer Funktionen
  • Erforschung der psychologischen, sozialen und ökonomischen Konsequenzen der HIV-Infektion sowie der gesellschaftlichen Dynamik geschlechts- und sexualspezifischer Identität und ihrer Auswirkungen auf Risikoverhalten, Protektion und Versorgung
  • Mutter-Kind HIV-1Transmission nach reduzierter Post-Expositionsprophylaxe

Übericht


Seite erstellt am 11.09.2003
Letzte Aktualisierung am 01.11.2016

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