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Home > Presse > Termine > Die Kompetenznetze in der Medizin Die Kompetenznetze in der Medizin20.11.2003
Pressekonferenz: "Auf Erfolgskurs: Das Kompetenznetz HIV/AIDS“ Gesundheitsforschung im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 1999 den Aufbau überregional angelegter medizinischer Netzwerke zu definierten Krankheitsbildern, die durch eine hohe Erkrankungshäufigkeit oder Sterblichkeit gekennzeichnet sind bzw. einen erheblichen Kostenfaktor darstellen. Die medizinischen Kompetenznetze orientieren sich an folgenden Leitzielen: Die wichtigsten, qualitativ besten und innovativsten Forschungseinrichtungen eines spezifischen Krankheitsbildes schließen sich zusammen, um neue medizinische Problemlösungen schneller und effizienter entwickeln zu können (horizontale Vernetzung). Darüber hinaus soll eine strukturierte Kommunikation und Zusammenarbeit mit den in der unmittelbaren medizinischen und weitergehend psychosozialen Betreuung tätigen Personen und Institutionen erreicht werden (vertikale Vernetzung). Hierbei gilt es, eine effiziente Kommunikationsstruktur und eine interdisziplinäre Arbeitskultur aufzubauen. Ziel der Zusammenarbeit ist die Verbesserung der Qualität und der Ergebnisorientierung von Forschung, der ärztlichen Aus- und Weiterbildung sowie der Beschleunigung des Transfers der Forschungsergebnisse in die Gesundheitsversorgung. Dabei sollen in den jeweiligen Krankheitsbereichen Kompetenzen aufgebaut werden, die sowohl für die Öffentlichkeit als auch für die Fachwelt erkennbar und nutzbar sind. Seit Januar 1999 wurden zunächst neun Kompetenznetze gefördert (Depression/Suizidalität, Schizophrenie, Parkinson-Syndrom, Schlaganfall, Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Entzündlich-rheumatische Systemerkrankungen, Akute und chronische Leukämien, Maligne Lymphome, Pädiatrische Onkologie und Hämatologie). Seitdem sind acht weitere Netze hinzugekommen (siehe Liste). Die Kompetenznetze erhalten vom BMBF über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren eine Anschubfinanzierung von maximal 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Weitere Informationen zu den anderen Kompetenznetzen, ihren Zielen, Standorten und Ansprechpartnern sind im Internet unter www.kompetenznetze-medizin.de abrufbar. Struktur und Aufbau des Kompetenznetzes HIV/AIDS Das Kompetenznetz HIV/AIDS wird seit dem 1.6.2002 zunächst für 3 Jahre gefördert. Es orientiert sich an den oben aufgeführten Zielsetzungen aller Kompetenznetze in der Medizin. Insbesondere sollen über eine koordinierte Bündelung der Forschungsaktivitäten günstigere Voraussetzungen für eine Verbesserung der Behandelbarkeit und der Lebensqualität sowie die Verlängerung der Lebenserwartung von HIV-Patienten geschaffen werden. Die Geschäftsführung des Netzes liegt bei dem Sprecher bzw. den beiden Chairmen (Prof. Dr. Brockmeyer, Bochum und Prof. Dr. ter Meulen, Würzburg), denen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle (Wissenschaftlicher Koordinator, Central Business Officer, Sekretärin) in Bochum unmittelbar zuarbeiten. Des weiteren wird die Arbeit des Kompetenznetzes HIV/AIDS durch das Steering Committee koordiniert und gesteuert, in dem es die laufenden und hinzukommenden wissenschaftlichen Projekte kritisch beurteilt und die Ergebnisqualität fortlaufend kontrolliert. Im Steering Committee sind die Repräsentanten der klinischen und wissenschaftlichen Zentren des Kompetenznetzes HIV/AIDS vertreten. Darüber hinaus ist im Einvernehmen mit dem BMBF ein Gremium von 7 externen Wissenschaftlern mit internationaler Beteiligung berufen worden (Wissenschaftlicher Beirat), das die Netzwerkaktivitäten kritisch begleitet und dem das Steering Committee insbesondere hinsichtlich der wissenschaftlichen Qualität des Netzwerkes einer Berichtspflicht unterliegt. Die Telematik-Plattform Kernprojekt des Kompetenznetz HIV/AIDS ist der Aufbau einer umfassenden repräsentativen national Patientenkohorte, deren Daten in einer zentralen Datenbank dokumentiert und von allen Netzwerkpartnern genutzt werden kann. Diese Datenbank wird es ermöglichen, neu auftretende epidemiologische, medizinische, psychosoziale und gesundheitsökonomische Phänomene frühzeitig und rasch zu erkennen und effizient anzugehen. Derzeit sollen folgende Forschungsziele mit Hilfe der Patientenkohorte bearbeitet werden: Ablauf und Behandelbarkeit der HIV-Infektion bei besonderen Betroffenengruppen, die in klinischen Studien meist unterrepräsentiert sind; Erforschung HIV-assoziierter metabolischer und spezifischer Organkomplikationen sowie immunologischer und genetischer Marker, die z.B. die Erkrankungsprogression bestimmen; Erforschung neuer Therapiestrategien und psychologischer, sozialer und ökonomischer Konsequenzen der HIV-Infektion. Weitere Informationen können unter der Homepage www.kompetenznetz-hiv.de abgerufen werden. Alle Kompetenznetze in der Medizin in alphabetischer Reihenfolge
Als PDF-Datei zur Ansicht und als Download: Seite erstellt am 10.12.2003 |