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HIV, HPV, Hepatitis, Herpes und Chlamydien – sexuell übertragbare Infektionen sind Alltag in Deutschland

30.11.2011

„Nach einem 30-jährigen Kampf gegen das HI-Virus ist es uns gelungen, die HIV-Neuinfektionsrate in Deutschland zu senken. Und auch weltweit betrachtet ist ein Rückgang sichtbar“ fasst Prof. Norbert Brockmeyer, HIV-Experte an der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität und Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft, die vom Robert-Koch-Institut und von UNAIDS kürzlich veröffentlichten Zahlen zusammen.

Auf diesem Erfolg dürfe man sich jedoch keineswegs ausruhen, denn „einerseits möchten wir diese Zahlen weiter senken, und andererseits leiden eine Vielzahl der Patienten an Ko-Infektionen, da heißt an weiteren STI“, so Brockmeyer.

Am Welt-Aids-Tag geht es daher nicht nur um HIV/AIDS: Gefordert wird Aufklärung über alle sexuell übertragbaren Infektionen (genannt „STI“ als Abkürzung für sexual transmitted infection) und ein erhöhtes Präventionsverhalten. „Zwar ist das Wissen um HIV/AIDS heute in der Gesellschaft recht groß, doch über die Risiken anderer STI sind immer noch zu wenige gut informiert“ stellt Prof. Brockmeyer fest.

STI betreffen jeden

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass von STI jeder betroffen sein kann. Weit verbreitet sind Humane Papillomviren (HPV), Infektionen mit Herpes genitalis oder mit Chlamydien. Hepatitis- und HIV-Infektionen treten hierzu im Vergleich in Deutschland seltener auf.

Das Robert-Koch-Institut berichtet, dass bis zu 20 Prozent der Frauen zwischen 20-24 Jahren mit Chlamydien infiziert sind. Vier von fünf der Infizierten bleiben beschwerdefrei, doch eine unbehandelte Chlamydieninfektion kann auch gravierende Folgen haben: Zum Beispiel Unfruchtbarkeit.

Aber wie kann man sich vor diesen STI schützen? „Wir empfehlen jungen Menschen, bevor sie sexuell aktiv werden, sich gegen Humane Papillomviren impfen zu lassen. Für alle anderen Krankheiten gilt: Kondome bieten den besten Schutz vor einer Infektionsübertragung“ erklärt Prof. Brockmeyer. Bei Beschwerden sollte unbedingt direkt ein Arzt aufgesucht werden, denn umso früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser ist der Behandlungserfolg. Insbesondere junge Frauen, so empfiehlt es die Deutsche STI-Gesellschaft, sollten zudem regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen.

Internetlinks:

http://josef-hospital.klinikum-bochum.de/
http://www.dstig.de/
http://www.kompetenznetz-hiv.de/

Kontakt:
Prof. Dr. N.H. Brockmeyer
Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft
Sprecher KompNet HIV/AIDS
Direktor Forschung und Lehre
Leiter Hauttumorzentrum Ruhr-Universität
Leiter Zentrum für Sexuelle Gesundheit
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
der Ruhr-Universität
Gudrunstr.
56
44791 Bochum
Tel.: 0234-509 3471, 74
n.brockmeyer@derma.de
n.brockmeyer@klinikum-bochum.de


Seite erstellt am 30.11.2011
Letzte Aktualisierung am 01.11.2016

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