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Kohortenstudie in Glasgow vorgestellt

Wichtige wissenschaftliche Ergebnisse vom „10th international Congress on Drug-Therapy in HIV-Infection 2010“ in Glasgow gehen auf KompNet-Kohorte zurück

Von den Teilnehmern des „10th international Congress on Drug-Therapy in HIV-Infection 2010“ in Glasgow vielbeachtet waren Ergebnisse einer europäischen Kohortenstudie zum Langzeit-Therapieerfolg von REYATAZ ® (Atazanavir) unter „real-life“-Bedingungen. Die Studie bildet Daten von 1.294 therapieerfahrenen HIV-positiven Patienten ab, bei denen eine antiretrovirale Therapie mit Atazanavir im Zeitraum zwischen 2004 und 2007 gestartet wurde und die bis Oktober 2005 beobachtet wurden. Für die Studie wurden klinische Daten der Kohorte des deutschen Kompetenznetzes HIV/AIDS ausgewertet, sowie aus der französischen DatAIDS- und der schwedischen InfCare-Kohorte.

Die Auswertung ergab, dass nach 3 Jahren  56% der Patienten mit viraler Suppression (<500 Kopien / ml) (n = 722) und bei 53% der Personen mit nachweisbarer Viruslast (> = 500 Kopien / ml) (n = 540) auf dem Atazanavir-haltigen Regime verblieben. Ebenfalls nach 3 Jahren war bei 71% der Patienten mit nicht-nachweisbarer Viruslast bei Beginn des Atazanavir-haltigen Regimes (< 50 Kopien/ml) und bei 51% der Patienten mit nachweisbarer Viruslast (= 50 Kopien/ml) zu diesem Zeitpunkt eine erfolgreiche virologische Suppression gegeben. Es wurden keine unter Therapie mit Atazanavir unerwarteten Nebenwirkungen festgestellt, Therapieabbrüche aufgrund einer Hyperbilirubinämie waren selten (< 1%).

„Diese Studienergebnisse geben uns nicht nur wichtige Hinweise zum langfristigen Therapieerfolg unter Atazanavir bei bereits therapieerfahrenen Patienten, sie beweisen auch einmal mehr, welch wichtige Rolle Patientenkohorten für die Entwicklung optimaler Therapieoptionen spielen. Ohne die kontinuierliche Datenerhebung und die Mitarbeit unserer Patienten wären diese Langzeitverläufe nicht analysierbar“ kommentiert Prof. Norbert Brockmeyer, Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS, die Studie.

Im Nachgang des Kongresses in Glasgow wurden die Ergebnisse der Studie, die durch Bristol Myers Squibb unterstützt wurde, vielfach in der Presse hervorgehoben.
Lesen Sie hier die Presserezession, das Poster zur Studie (P031, Jansen K. et al.) finden Sie hier.

Die folgenden klinischen Zentren beteiligen sich an der Kohorten-Dokumentation des Kompetenznetzes HIV/AIDS:
Gemeinschaftspraxis Driesener Straße, Berlin • Gemeinschaftspraxis Mehringdamm, Berlin • Gemeinschaftspraxis Turmstraße, Berlin • Gemeinschaftspraxis Fuggerstraße, Berlin • Praxiszentrum Kaiserdamm, Berlin • Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Charité, Berlin • Dermatologische Klinik, Ruhr-Universität, Bochum • Universitätsklinikum Dortmund • Universitätsklinikum, Düsseldorf • Medizinische Klinik 3, Universitätsklinikum, Erlangen • Klinik für Dermatologie, Universität Essen • HIVCENTER, Universitätsklinikum, Frankfurt • Ifi-Institut, Hamburg • ICH Grindelpraxis, Infektionsepidemiologisches Centrum, Hamburg • Medizinische Hochschule, Hannover • Praxis Georgstraße, Hannover • Gemeinschaftspraxis, Kriegsstraße, Karlsruhe • Städtisches Krankenhaus Kemperhof, Koblenz • Praxis Hohenstaufenring, Köln • Gemeinschaftspraxis Isartorplatz, München • MVZ Karlsplatz, HIV Research and Clinical Centre, München • Praxisgemeinschaft Franz Joseph-Straße, München • Klinikum, Osnabrück • Gemeinschaftspraxis Ulmer/Frietsch/Müller, Stuttgart.


Seite erstellt am 26.11.2010
Letzte Aktualisierung am 01.11.2016

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